Weniger Verbrauch – Weniger Emissionen
Entwickelt und hergestellt in der Schweiz

Auszug der Luftschadstoffe

Erläuterungen zu den einzelnen Luftschadstoffen in alphabetischer Reihenfolge:

Benzol

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Benzol zählt zu den krebserregenden Luftschadstoffen und ist mitunter im Benzin enthalten. Als Produkt aus Verbrennungsprozessen, sowie der Verdunstung von Brenn- und Treibstoffen, gelangt Benzol nach wie vor in die Luft.

Benzol kommt natürlicherweise in kleinen Mengen im Rohöl vor. Es wird bei der Herstellung von Benzin freigesetzt, aber auch bei der Verbrennung von Heizöl, Kohle oder Holz. Das in der Luft vorkommende Benzol stammt hauptsächlich aus Erdölprodukten und Autoabgasen. Heute ist der motorisierte Strassenverkehr mit ca. 60% der Hauptverursacher der anfallenden Benzolemissionen.


Feinstaub (PM)

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Partikel (engl. Particulate Matter, PM) sind luftgetragene feste oder flüssige Teilchen, die nicht unmittelbar zu Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit (in der Größenordnung mehrerer Tage) in der Atmosphäre verweilen. 

Je kleiner die Schwebeteilchen sind, desto leichter können sie in die tiefsten Verästelungen der Lunge eindringen (das schaffen Teilchen, die kleiner als 2.5 Mikrometer sind, also etwa so klein wie Bakterien). Noch problematischer sind die ultrafeinen Teilchen von unter 0.1 Mikrometer, die es sogar schaffen, aus den Lungenbläschen ins Blut und damit überall in den Körper zu gelangen. Dort können sie überall für Entzündungen sorgen.

Die Partikel der Fraktionen kleiner als 10 µg/m³ werden auch als Feinstaub bezeichnet.

Bei Autos bildet sich Feinstaub einerseits durch Abrieb von Reifen und Bremsscheiben. Der gesundheitlich relevante Teil kommt als Russ aus dem Auspuff. Früher galten Dieselmotoren als "Russschleudern", durch den Einbau von Partikelfiltern hat sich die Lage deutlich entspannt. Dafür haben mittlerweile Benziner ein Russ-Problem. Weil auch sie zunehmend auf Direkteinspritzung setzen, stossen sie mehr ultrafeine Partikel aus als Dieselmotoren. 2018 greift eine neue Abgasnorm, die eine Senkung des Ausstosses vorschreibt.


Kohlendioxid (CO) – (kein Luftschadstoff, aber klimaaktives Gas)

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Kohlendioxid ist eigentlich kein Schadstoff, da es schon immer als natürlicher Bestandteil der Luft in der Atmosphäre vorhanden war. CO₂ ist die Abkürzung für das Gas Kohlendioxid. Es besteht aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Man kann pures CO₂ nicht sehen und nicht riechen, denn es ist farb- und geruchlos. Es steht wie kein anderer Stoff im regen Austausch mit den belebten und unbelebten Teilen unserer Umwelt. Der Mensch greift in dieses Gleichgewicht ein: Seit Beginn des Industriezeitalters verbrennt er zunehmend mehr Biomasse und fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Erdgas und setzt damit CO₂ frei. Wenn zuviel Kohlendioxid in der Luft ist, können die Pflanzen das ganze Gas nicht umwandeln und es bleibt in der Luft. Das ist gefährlich, weil es die Schutzhülle der Erde, die Ozonschicht, verschmutzt. Um die Umwelt und das Klima zu schützen, ist es wichtig, so wenig wie möglich zusätzliches CO₂ freizusetzen.


Kohlenmonoxid (CO)

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Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruchs- und geschmackloses Gas. Die Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen und ist ein starkes Atemgift. Eine funktionierende Lüftung in Garagen und Tiefgaragen ist daher überlebenswichtig.


Ozon

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Unter Einfluss von Sonnenlicht reagieren Kohlenwasserstoff und Stickstoffoxide zu Ozon. Über die Atemwege gelangt Ozon in den Körper und führt dort zur Zellschädigung. Die Folgen sind beispielsweise lokale Entzündungen, Hustenreiz und Atemnot. Der Körper besitzt eine individuelle Toleranz gegenüber Ozon und kann geschädigte Zellen wieder reparieren – wenn die Konzentration nicht zu hoch wird.


Stickstoffoxide (NOx)

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Sie stehen derzeit im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Stickoxide entstehen hauptsächlich bei Verbrennungsprozessen in Anlagen und Motoren. Dieselautos gelten als eine Hauptquelle. Die Einführung von Katalysatoren und Partikelfiltern bei Dieseln läuft derzeit an, so dass die Emissionen erst in Zukunft spürbar sinken werden.

NO₂ ist ein Reizgas. Es führt zu Augenreizungen und zur Schädigung der Schleimhaut des Atemtraktes. Durch seine bronchienverengende Eigenschaft ist es besonders für Asthmatiker und Menschen mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung ein massives Problem. Aus dem eher harmlosen Stickstoffmonoxid (NO) bildet sich unter Einwirkung von Kohlenwasserstoffen NO₂.

 

"Was beim Gasgeben rauskommt"
(Quelle: Empa 2017)

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